Alfetta GT 1.6 1976 - 1980
Bauzeit: 1976 - 1980
Stückzahl: 16 923

Mit der Vorstellung der Alfetta GT 1.6 und GTV 2000 im Mai 1976 fiel die 1.8 Liter Variante unter den Tisch. Der 1600er war als Antwort auf ein neues italienisches Gesetz gedacht, nachdem Führerscheininhaber unter 21 und über 65 Jahren keine Autos bewegen durften, die schneller als 180 km/h fuhren. Dem 1600er wurden offizielle 180 km/h Spitze bescheinigt, er lief im Test jedoch etwas flotter. Im Unterschied zum 2000 fehlten ihm die beiden Chromstreifen im Kühlergrill, er hatte jedoch im Vergleich zum früheren 1.8 zusätzliche Luftöffnungen unter dem Kühlergrill.
Neue Stoffe kamen zum Einsatz, im Gegensatz zum 1.6 (Bild) hatte der 2000 Velourssitze sowie Holzapplikationen am Armaturenbrett.
Motor-Steckbrief
Vierzylinder-Reihenmotor, Bohrung x Hub 78 x 82 mm, Hubraum 1570 ccm, Verdichtung 9:1, Leistung 108 PS bei 5600 U/min, maximales Drehmoment 14,5 mkp bei 4300 U/min; zwei Weber Flachstrom-Doppelvergaser 40 DCOE 106/107 oder Dell`Orto DHLE 40 G.
Fahrleistungen (AMS von 1976)
Beschleunigung: 0 - 100 km/h 13,2s
Höchstgeschwindigkeit 184,6 km/h

Der Kofferraum mit 240 Liter und auch die Rückbank für damalige Coupé Verhältnisse geradezu grosszügig. Hier gut zu sehen die Stahlfelgen des GT 1.6 mit reunden Löchern; der GTV 2000 hatte kleinere längliche Löcher. Schon der 1.6 war wie alle anderen Alfettas mit Scheibenbremsen vorne und hinten ausgestattet. Die Felgen hatten die Grösse 5,5 J x 14, Reifen 185/70 HR14.

Die Alfetta Coupés hatten Frontmotor, jedoch Kupplung, Getriebe (mit Fahrzeugboden verschraubt) sowie Antriebsgruppe an der Hinterachse zusammengefasst. Das Gesamtgewicht aller mechanischen Gruppen war somit zu je 50% auf Vorder- und hinterachse verteilt. Dadurch wurde ein Gleichgewicht erzielt, geradezu ideal für Stbilität und Strassenlage eines Fahrzeuges. Um die unfedernten Massen noch weiter zu verringern, lagen die Scheibenbremsen direkt am Getriebe und wirkten über die Antriebswellen auf die Räder.

Als Hinterachse fand eine dreieckige De-Dion-Achse aus leichten Rohren Verwendung ( zur sturzkonstanten Radführung). Die Achsführung mittels Watt-Parallelogramm eliminierte seitlichen Achsversatz. Wer zu dieser Zeit Vergleichbares wollte, musste bei Ferrari vorsprechen. Diese fortschrittliche mechanische Konzeption bedeutete: - leichtere Lenkung für den Fahrer und geringeren Kraftaufwand - hohen Reisekonfort bei jeglicher Beastung des Fahrzeugs - mehr Raum für die Fahrgäste - Sicherheit aufgrund ausgezeichneter Strassenage und Stabilität des Fahrzeugs - Äusserst geringe und gleichmässige Reifenabnutzung