Alfa Romeo Alfetta GTV6 Production Snobeck Racing



Die Alfetta GTV6 Production Snobeck Racing wurde in der Saison 1982 für die französische Tourenwagenmeisterschaft (Groupe A) von Danny Snobeck aufgebaut. Piloten waren Danny Snobeck und Alain Cudini. Er gewann gegen zahlreiche stärkere Konkurrenten vom Schlage eines BMW 635 CSI oder Rover Vitesse 3.5 V8. Die Vorteile der Alfetta waren das geringe Gewicht und das hervorragende Fahrwerk.





Um auf ein Gewicht von 950 kg zu kommen waren beispielsweise die Scheiben aus Makrolon, Motorhaube, Heckklappe sowie Spoiler aus leichtem Plastik.





Der Motor hatte 280 PS bei 8000 Touren, ....dies bei gleichem Hubraum von 2492 ccm. Sehr schön zu erkennen auf diesem Bild: Ein Kanal, der die Luft auf die beiden Dell`Orto Vergaser lenkt. Die Einspritzung wurde durch zwei stark modifizierte Vergaser vom Alfa Sei ersetzt. "Der Motor ist ein wahrer Traummotor mit Kraft in jeder Drehzahl und er tönt infernalisch" wie ein Journalist damals schrieb. In der Übersetzung 11/43 beispielsweise erreichte die Alfetta 94 km/h im ersten, 125 im zweiten, 157 im dritten, 200 im vierten und 245 km/h im fünften Gang bei 8200 Umdrehungen.





Eine Saison kostete damals etwa 1Mio französische Francs pro GTV6. Die hälfte für den Unterhalt des Autos, etwa 20% für die Reifen. Für damalige Verhältnisse recht viel.





Im vorderen Teil des Kofferraums der Tank, die Batterie, die Benzinpumpen und die Gewichte um das Fahrzeug auszugleichen.





Ein Universum aus Metall im Innenraum. Hinter dem Lenkrad: der Veglia Drehzahlmesser, roter Bereich bei 8200U/min. Weiter links ein grosses rotes Alarmlicht und ein Benzindruckmesser. Links ein Bremskraftregler sowie Anzeigen für Wasser und Öl (Temperatur und Druck).





Der GTV6 Production von hinten unten: einige Sekunden genügen zum Ändern der Federn/der Härte des Fahrwerks.





Der GTV6 Production war nicht einfach zu bewegen bei 280 PS und einer Limitierung der Felgenbreite von 7 Zoll vorne und hinten (Bereifung 205/610-15 vorne und 210/610-15 hinten).





Die Torsionsstäbe wurden durch Coil-overs ersetzt. Die Dreieckslenker von Auto-Delta waren erleichtert . Von Auto-Delta kamen auch die innenbelüfteten Scheibeneremsen sowie das Getriebe. Viele andere Teile waren von Sermati und aus Carbon. Die Lenkung hatte 2 1/4 Touren von Einschlag zu Einschlag.





Abgespeckte Alfetta von hinten. Sie hatte ein Leistungsgewicht von nur 3.4 kg/PS .





Einer der wenigen ernstzunehmenden Konkurrenten war Jean-Louis Schlesser im BMW 635 CSI. Er war zwar über 200 kg schwerer, hatte aber 350 PS.





Das Starterfeld war mit zahlreichen Formel 1 Piloten (Arnoux, Laffite, Beltoise, Rosberg, Schlesser, etc.) gut besetzt.





Ein Jahr zuvor war Snobeck im von ihm aufgebauten GTV 2.0 schon recht erfolgreich unterwegs.