Alfetta GTV6 groupe A Rally

Nach dem Gewinn der Gruppe N-Meisterschaft in Frankreich 1982 wurde für 1983 von Luigi Racing ein GTV6 für die Rallye Gruppe A-Meisterschaft aufgebaut. Luigi Racing war bereits mit der Alfetta GTV6 Gr. A in Rundstreckenrennen sehr erfolgreich vertreten (Gewinn der europäischen Tourenwagenmeisterschaft).





Es handelte sich in der französischen Rallye-Meisterschaft um einen semioffiziellen Werkseinsatz. Yves Loubet bekam von Alfa Frankreich ein gewisses Budget zur Verfügung gestellt, musste sich aber selbst um die Vorbereitung und Weiterentwicklung seines autos kümmern. Luigi Racing schien der ideale Partner.





Das Auto wurde von Grund auf neu aufgebaut, erleichtert und natürlich auch verstärkt. Es war dennoch mit seinen 1050 kg fast 100 kg über dem Minimalgewicht, das für Gruppe A-Autos mit 2500 ccm auf 960 kg festgelegt war. Trotzdem hatte man etwa 200 kg Gewicht eingespart.





Hier das Armaturenbrett aus einer Polyesterhülle, ein elektronischer Drehzahlmesser, in welchem LEDs angebracht sind, die den Schaltpunkt signalisieren. Heute im Rennsport zwar normal, aber damals ein Novum. (eigentlich unwichtig, denn Yves Loubet schaltete meist nach Gehör.
Die Alfetta GTV6 groupe A hatte einen Rubi Überrollkäfig aus einer leichten Alu-Legierung der mit seinen vielen Fixationspunkten am Rahmen auch die Steifigkeit des Autos verbesserte.









Die relativ strengen Regeln der französischen groupe A liessen nicht viel Raum für Veränderungen am Fahrwerk. Sperrdifferential und Getriebe waren von Autodelta. Der Motor erreichte 220 PS bei 7500 U/min. Die grossen vorne und hinten innenbelüfteten Scheibenbremsen hatten nicht mehr viel mit der Serienbremse zu tun. Für die Rallye Monte Carlo wurde beispielsweise folgende Übersetzung gewählt.

1   2,570
2   1,940
3   1,550
4   1,220
5   1,000