Alfetta GT Gr.2 Rally



1974, sechs Monate nach dem die Alfetta GT auf dem Markt gekommen war, gab es einen ersten "halboffiziellen" Einsatz mit einer modifizierten und verbreiterten Alfetta berlina. Alfa Romeo beschloss mit einem geeigneteren Modell offiziell in das Rallygeschehen einzugreifen. So entwarf Autodelta die Alfetta GT Gr.2, Derivat der ersten 2.0 Liter Alfetta GTVs, die Alfa Romeo für den amerikanischen Markt produzierte, noch mit einer umgebauten Karrosserie der Alfetta GT 1.8. Die Verbreiterungen fügten sich gut in die Karrosserie ein und machten die Alfetta noch agressiver.





Die Piloten waren Amilcare Ballestrieri von Lancia (1. vorne vor der Alfetta) und Jean Claude Andruet. Das Fahrverhalten war sehr gut, ein Sperrdifferential war auch vorhanden und der 2 Liter 16V Motor mit Zylinderkopf von der Giulia GTAm trug mit gut 200 PS das seine dazu bei. Die Zeitungen titelten die Neuerscheinung la "bomba rally" dell`Alfa.





Bei der ersten Rally, der Rally di Costa Brava 1975 fand sich die Alfetta GT Gr. 2 auch sofort am 1. Platz der Gruppe 2 und somit am zweiten Gesamtplatz. (2. Gesamtplatz nur wegen eines dummen Irrtums des frischen Alfa Rally Teams). Mit Siegen in der Gruppe 2 und zweiten und dritten Gesamtplazierungen ging es weiter bis am 19. April 1975 an der Rally dell`Isola d`Elba, als Ballestrieri endlich den ersten Gesamtsieg für Alfa Romeo herausfuhr.





Inzwischen bildeten sich auch viele Privatteams, eingeschrieben in die Gruppe 1, mit überarbeiteten Serienmotoren mit etwa 150 PS. Piloten waren zum Beispiel Pittoni und Brambilla.





Die Alfetta GT Gr. 2 neben der Serienalfetta GTV 2.0. Im September 1975 kam der neue Motor mit 230 PS mit dem Andruet an der Korsika Rally in Führung liegend von der Strasse abkam und dort die entscheidende Zeit verlor. Heutzutage wird eine solche "bomba rally" mit 16 Ventilen für etwa 80 000 sfr. gehandelt.





Trotz der eigntlich guten Resultate wurde man Ende 1975 den Eindruck nicht los, dass Autodelta und Alfa Romeo nicht mehr mit dem gleichen Enthusiasmus wie Anfang des Jahres arbeiteten. Irgendwie war man nach einzelnen Gesamtsiegen doch enttäuscht die Rally Weltmeisterschaft gegen Fiat Abarth verloren zu haben. War`s das schon? NEIN! Carlo Chiti, Direktor von Autodelta arbeitete bereits Ende 1975 an der ultimativen Maschine, der Alfetta GTV V8 3.0 Rally.





Pittoni und Pittoni 1975 in einer Alfetta GT Gr.2 Rally





Svizzero und Masetto 1975 in einer weiteren Alfetta GT Gr.2 Rally